Über Fußprobleme zu Standvermögen

Ohne Füße läuft nichts

Vor ein paar Jahren stand ich da, wo du jetzt stehst und keiner konnte mir helfen. Und da habe ich auf ganz tiefer Ebene verstanden: Dass mir meine unerträglichen Fußschmerzen etwas sagen wollen. Dass mein „Kriegsfuß“ nicht einfach operiert oder mit fremder Hilfe geheilt werden kann. Und so fasste ich den Entschluss, dass ich diesmal nicht davonlaufen werde. Ich stellte mich meinen Schmerzen, die schon lange nicht mehr nur körperlich waren. Ich traute mich erstmals, mich anzuschauen, mich so zu sehen, wie ich bin, statt so, wie ich gerne wäre.

Dein Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare

5 Jahre habe ich mich mit großer „Leiden-schaft“ Fußproblemen gewidmet. Habe dabei erfahren, wieviel Leid hinter einem körperlichen Problem steckt und wurde mir bewusst, wie wenig Empathie wir als PatientInnen erfahren und wie selten wir in unserem Schmerz gesehen werden.
Meine Antwort bestand in Form von humorvollen, mitfühlenden und kraftvollen Artikeln, in denen ich mich beherzt und „ohne Gummihandschuhe“ Tabuthemen, wie Dornwarzen, Schweißfüßen, Hallux valgus angenommen habe.

Durch die vielen Hunderte von Gesprächen mit Betroffenen weiß ich: Frauen mit Fußproblemen wollen immer nur das eine:

Ganz. Schnell. Wieder. Funktionieren.

Dabei übersehen sie: Probleme sind „Auftraggeber“. Therapeuten, Coaches, Forscher, Ärzte, ganze Industrien leben davon, Probleme zu lösen.
Für Künstler sind Konflikte keine Hindernisse, sondern Arbeitsmaterial. Ohne die Auseinandersetzung mit den Abgründen unserer Seele ist Kunst im besten Fall gefällig.
Nur wir selbst habe nicht gelernt, hinter die Probleme zu schauen.

Zwischen gelernt und erfahren liegen Probleme. Für wahre Empathie braucht es Täler durchschritten zu haben.

Fünf Jahre blogge ich nun als Draufgängerin. Weit mehr als 100 Blogartikel, zahlreiche Kolumnen und Gastartikel sind veröffentlicht und mittlerweile das vierte Buch… Pünktlich zum Jubiläum ist meine „alte“ Draufgängerinnen-Webseite“ kaputt gegangen. Was für ein Glück. Denn: Weiter so wie bisher wollte ich nicht mehr.

Mein Herz schlägt für den Busen

Langsam habe ich mich „hochgearbeitet“ – über die Knie zum Beckenboden, Kiefer und 2019 meldete sich der Busen zu Wort. Erst als ich mich auf diese Herausforderung eingelassen habe, erfasste ich, wie unbewohnt dieser scheinbar so exponierte Körperteil für viele Frauen ist.

Mein Herz schlägt nicht nur in meiner Brust, es schlägt auch für den Busen.

Als Draufgängerin habe ich mir nicht nur sehr genau angeschaut, was hinter Problemen steckt: Scham, Transgenerative Traumata, die verantwortlich sind für so manches Fußproblem, eine unbelebte Beckenregion und den häufig „unbewohnten“ Busen.

2019 widmete ich mich neugierig der Zeit, die dem Auftritt von Problemen vorausgeht. Die Zeit, in der frau immer wieder die Schlummertaste drückt und auf die zahlreichen sanften Weckrufe von Seele und Körper nicht reagiert.  

Was geht Problemen voraus?

Wie so oft hat mir die Sprache den Weg gezeigt: Das englische Wort DISEASE, das mit Krankheit übersetzt wird. Wer genauer hinsieht, entdeckt das Wort Ease (easy) Leicht/Leichtigkeit. Krankheit entsteht, wenn wir es uns schwer machen und keine Leichtigkeit erlauben.

DIS:EASE – Krankheit entsteht, wenn wir es uns schwer machen.

In meinem neuen Buch MIT VERGNÜGEN, das ich eigentlich als Sachbuch, genau zu diesem Thema schreiben wollte, hat die Leichtigkeit und das Vergnügen das Kommando übernommen. Statt eines trockenen Sachbuches wollte es eine saftige Erzählung werden. Ich durfte während des Schreibprozesses erkennen: Wenn wir aus der Freude fallen, fallen wir aus der Lebendigkeit. Und das sieht sich die Seele nicht lange an. Sie stampft auf – und das ist schmerzhaft.

Wer problembehaftet ist, hat keinen Kontakt zu sich selbst.

Bei der Recherche wurde mir auch klar: Gerade Frauen machen unglaublich viel mit sich selbst aus. Sie fühlen sich selten gesehen und ernst genommen in ihrem Schmerz. Sie fragen erst Ärzte, dann „Irgendwen“ – in den seltensten Fällen lauschen sie auf ihre innere Stimme und verlernen auf ihren Körper zu „hören“.

Nett sein hilft nicht

Es ist uns leidvoll aberzogen worden, Freude an unserem Körper zu haben. Damit uns unser Körper nicht schmerzhaft darauf aufmerksam machen muss, dass hier etwas schiefläuft, dürfen wir lernen und uns erlauben, uns wieder zu spüren, statt zu funktionieren.

Ich möchte nicht weniger, als dass du lernst, deinen wunderbaren Körper so zu erfahren, dass du in Freude und Verzücken gerätst über all die Schätze, die du bisher noch nicht entdeckt hast.

Denn tun wir das nicht, ist es so, als ob wir von unserem herrlichen Körperpalast nur das Gästeklo bewohnen.

Früher hatte ich ein Problem, jetzt löse ich Probleme

Dabei hilft es, unkonventionelle, aber effektive Methoden zu nutzen und schweren Themen mit Leichtigkeit zu begegnen. Mit meinem ganzheitlichen Ansatz, der alle Sinne einlädt, kommen Frauen wieder in Kontakt zu ihrem Körper und lernen, zu sich und ihren Wünschen und Sehnsüchten zu stehen. Ich möchte dich spüren lassen, wie du deinen Gelenken – und dir selbst – mehr Raum geben kannst. Wie du Kontakt zu Körperstellen – und geheimen Wünschen – aufnehmen kannst, die du bisher noch nie bewusst wahrgenommen hast. Vor allem aber, dass du dich anfreundest mit Teilen deines Körpers die du nicht so magst oder gar ablehnst – denn damit stehst du dir und der Verwirklichung deiner Lebensziele nur selbst im Weg.

Mein Anliegen ist es, dich durch meine Texte, Bücher und Kurse an dein Warum zu erinnern. Und dabei gehe ich dir von Herzen gerne mutig voraus, um dir zu zeigen, dass du nicht länger ängstlich klammern, sondern sanftmütig, entschlossen und mit Vergnügen deine Schritte in die richtige Richtung lenken kannst.

Herzliche Grüße

Birgit