Dornwarzen

Dornwarzen? Tritt sanfter auf

… Ätzen. Absterben. Dornwarzen bekämpfen. Vernichten. Vieh. Nervig. Hartnäckig. Epizentrum. Anderen anhängen…

Um was geht es hier?!?

Das ist das Vokabular, das wir im Zusammenhang mit Dornwarzen am Fuß gemeinhin gebrauchen. Es erinnert an Aufrüstung und Kampf. Sich ja nicht unterkriegen lassen.

Warzen sind fies – Ist das wirklich wahr?

Lass uns erst mal kucken, was uns die Medizin darüber sagen kann:

Dornwarzen wachsen an den Fußsohlen. Und weil wir da ja schön unser ganzes Gewicht drauf lagern, werden sie regelrecht nach innen gedrückt und können ziemlich fies sein. Wenn es um einen Kampf geht, brauchen wir einen Schuldigen – obwohl? Stimmt das denn? Ist nicht auch Aikido, Judo und sogar Qi Gong eine Art Kampf?

Nun gut, wir sind es gewöhnt, in anderen Kategorien zu denken. Schuld ist also der sogenannte humane Papillomvirus. Heimtückisch wie er ist, lauert er auf uns in Schwimmbädern, Sporthallen und im Schuh der Freundin. Die Dinger sind also ansteckend und lassen sich leicht übertragen.

Wie du Dornwarzen vermeiden kannst

  • Trockne deine Füße nach dem Duschen sorgfältig ab und creme sie einer Feuchtigkeitscreme ein, um ein Aufreißen der Haut zu vermeiden.
  • Trage in öffentlichen Einrichtungen, wie Schwimmbad, Sauna, Fitnessstudio immer Badeschuhe.
  • Tausche keine Schuhe
  • Stärke dein Immunsystem

Fußwarzen sind flach und häufig mit einer dickeren Hornschicht umgeben. Sie haben in der Regel einen weichen Kern, der häufig weißlich ist und kleine schwarze Punkte aufweist.

Dein Hautarzt wird dir eine Tinktur verschreiben und ein Instrument, mit dem die aufgeweichte Hornhaut abgetragen werden kann. So ätzendes Zeug gibt es auch frei verkäuflich, und ich habe schon mehrfach gehört, dass sich frau damit zwar nicht der Warze entledigt, dafür aber die umliegende Haut geschädigt hat. Also bitte zum Arzt gehen und rund um die Warze mit einem Wattestäbchen Creme zum Schutz der gesunden Haut auftragen.

Alle Mann ans Geschütz

Zu Leibe gerückt wird Warzen mit Salicylsäure, die täglich angewandt wird, die Warze aufweicht und die oberen Hautschichten ablöst. „Alternativ?!“ wird gerne eine Ameisensäure-Lösung verwendet.

Dornwarzen: Dorn reimt sich auf Zorn

Vernichtet“ werden Warzen mittels Laser, chirurgische Eingriffen (Ausschabung) oder Wegbrennen.

Ab in die Kälte: Eine andere wirksame Behandlungsform ist die Kryotherapie (flüssiger Stickstoff). Dabei werden die Hautwucherungen an Füßen und Händen bei minus 196 °C mit flüssigem Stickstoff vereist. Bis die Warze endgültig abstirbt, muss die nicht ganz schmerzfreie Prozedur allerdings mehrfach wiederholt werden.

Oder doch mit Hitzestrahlen? Das Erwärmen der Warzen. An der Universitätsklinik Jena werden besonders hartnäckige Warzen mit Infrarotlicht bestrahlt. Es erwärmt tiefere Hautschichten, wodurch die Durchblutung verstärkt und damit vermutlich auch die Immunabwehr angeregt wird. Nach drei Sitzungen verheilen die Warzen mit dieser Methode bei 80 Prozent der Patienten. Damit ist diese Behandlungsform erfolgreicher als alle bisherigen.

Tausend Sachen probiert und nichts hat geholfen?

Ist der Feind zu stark, ist der Kämpfer zu schwach…

Ein geschwächtes Immunsystem gilt als eine der Hauptursachen für die Warzenbildung

Dornwarzen: Tritt sanfter auf

Mittelfristig wirst du die Warzen wohl nur durch eine Verbesserung deines Imunsystems los – eventuell reicht eine Umstellung der Ernährung mit antiviral wirkenden Bestandteilen wie z.B. Äpfeln, Knoblauch und verstärkt Zink. Informiere dich bei deinem Arzt.

Wenn Kampf erfolglos bleibt, kommen wir auf urweibliche Methoden zurück

Lassen wir vorab diese Worte in uns klingen: weich, abfallen, wie von selbst, einfach so, verschwinden, schrumpeln, trocknen, spurlos, murmeln…

Merkwürdig anmutender Ratschläge und Tipps gegen die unansehnlichen Hautwucherungen kommen aus dieser Richtung. So soll das Innere eine Bananenschale gegen Warzen am Fuß helfen: Ein Stück davon mit einem Pflaster auf die Warze geheftet. Viele schwören auf diese Methode.

Eine freundliche Methode ist auch dies: Kokosöl mit einer Prise Kurkuma verrührt auf die Warze auftragen. Mit einem Pflaster großzügig abdecken und alte Socken anziehen, da Kurkuma stark färbt.

Auch das mehrmalige Einreiben mit weißer Kreide (Lehrerinnen sind an der Quelle…) soll helfen.

Die Legende mit dem Knoten: Pro Warze wird ein Knoten in einen Faden gebunden, der bei Vollmond im Garten vergraben wird. Bei jedem Zweiten scheinen diese Methoden sogar zu funktionieren: Die Warze ist anschließend weg. Ein Beweis ist das aber nicht, denn auch völlig ohne Behandlung oder sonstige Tricks verschwinden mehr als die Hälfte aller Warzen innerhalb eines Jahres ganz von selbst.

Im Netz lese ich von alten Hausmitteln. Z.B. mit verdünntem Apfelessig regelmäßig abtupfen. Panthenolsalbe auftragen und natürlich Homöopathie.

Podologinnen (speziell ausgebildete medizinische Fußpflegerinnen mit staatlichem Abschluss) können dir helfen, die Oberfläche abzutragen und vielleicht etwas in die Tiefe zu gehen. Aber selbst sie empfehlen häufig:

Warzen besprechen

„Warze alt. Warze kalt. Warze ab.“ Mit dieser laut gesprochenen Formel behandelt der Leiter der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie an der Justus-Liebig-Universität Gießen seine Patienten mit vulgären Warzen an Händen und Füßen. Zusätzlich gibt Professor Uwe Gieler dann noch 6-prozentige Kochsalzlösung auf die vulgären Warzen an Händen und Füßen, die nach dem Verdampfen Salzkristalle hinterlässt.

Lies mehr darüber in diesen interessanten Artikel: Warzen besprechen in der Uniklinik

„Alles was wachsen soll, wird bei zunehmendem Mond, was „verschwinden“ oder abheilen soll, bei abnehmendem Mond besprochen.“ – weiß ich nun.

Gerade Warzen und Gürtelrose reagieren oft ungeheuer schnell auf das Besprechen. Warzen z.B. fallen ab, trocknen ein oder schrumpfen manchmal bis zur Unsichtbarkeit alles ist möglich. Das klingt doch ganz gut, oder?

Warzen verschwinden meist so wie sie kommen – unerklärlich und plötzlich. Dennoch sind sie lästig. Interessant ist, wo genau die Warze sich niedergelassen hat. Schau mal auf eine Reflexzonenkarte – vielleicht sagt dir das etwas.

Dornwarzen und Scham

Ich freue mich über mehr als positive Rückmeldungen von betroffenen Frauen, die durch meinen Onlinekurs Fußlust, statt Fußfrust einen völlig anderen Zugang zu ihren Füßen bekamen.

Unerhört: Was uns Warzen sagen können

Dass Warzen eine tiefere Bedeutung haben und wir nur nicht kapieren, was sie uns über uns erzählen, war mir klar. Was lag näher, als Rita Fasel fragen, die sich mit der Deutung von Füßen und Zehen bestes auskennt. Ich schicke ihr also eine Nachricht:

„…Liebe Rita, das Thema Dornwarzen am Fuß möchte ich schon länger mal unter die Lupe nehmen. Habe dazu schon so einiges gesammelt, bin aber noch nicht so zufrieden damit. Mir fällt auf, dass viele Frauen Dornwarzen mit „hartnäckig“ beschreiben. Und „lästig“ sowieso. (Wenn Zuviel Gewicht/Last drauf drückt, schmerzen sie umso mehr) Hast du evtl. noch ein paar Impulse dazu?…“

Dornwarzen: Stelle dich unliebsamen Eindrücken

Nun stelle ich mir das so vor: Rita Fasel sitzt zusammen mit ihrem Mann, Rüdiger Dahlke beim Kaffee und sie sinnieren über meine Frage. Heraus kam:

… Dornwarzen sind eine Botschaft aus der Schattenwelt (unterdrückte Gefühle), die auf den eigenen Standpunkt drücken. Auf dem Schatten „herumtrampeln“, ohne ihn in seiner Bedeutung zu erkennen: „Der Pfahl im eigenen Fleisch“. Schmerzhafter Bodenkontakt, schmerzhaftes Stehen und Ver-Stehen. Bearbeitung: Erkennen, dass man auf einem Schatten „steht“. Durchleuchten, wobei die Warzen stören, woran sie hindern; sanfteres Auftreten lernen – auch unter schwierigen Bedingungen. Frage: Wo drückt der „Schuh des Lebens“? Einlösung: Auch schmerzhafte Eindrücke aufnehmen lernen, sich nicht davor drücken. Dornwarzen haben etwas mit verkniffener Wut zu tun. Deshalb ist es interessant, wann die Warze aufgetreten ist, in welcher Lebensphase, und ob da Wut nicht ausgelebt wurde. Mehr dazu findest du in „Krankheit als Symbol“.   

Dornwarzen kommen plötzlich und verschwinden häufig „einfach so“. Vielleicht weil wir dann etwas verstanden haben. Wenn du dir auf die Schliche kommen willst, dann nimm dir Papier und Stift und 20 Minuten Zeit. Schreib ohne Punkt und Komma drauf los, was dir zu Dornwarzen einfällt. Lass raus, was dich nervt und quält.

Lies mal deine Zeilen so, als ob nicht du sie geschrieben hättest. Die Warze will dir was zeigen. Drücke auf eine dir passende Weise aus, wie du dich mit der Warze fühlst, was sie mit dir macht… (schreibe, zeichne, male, tanze oder stimmlich…)

Danach kannst du den Zettel verbrennen und sag dir dabei, „So wie ich diesen Zettel nicht mehr brauche, brauche ich auch die Dornwarzen nicht mehr, denn ich habe verstanden“.

Zum Schluss:

Ich hätte mir nie träumen lassen, dass mich mal ein Thema wie dieses so faszinieren kann. Wenn uns etwas plagt, ist das zwar lästig aber aus gutem Grund: Da will etwas ans Licht.

Alles Liebe und Grüße an die Füße  – und vielen Dank an Rita Fasel und Rüdiger Dahlke

Birgit

… Wenn man bedenkt, dass ein hoher Anteil der Wirkung von Behandlungen, insbesondere manuelle, persönliche Behandlungen, rein auf die Erwartungshaltung und die damit verbundenen Selbstheilungskräfte, zurückzuführen ist (Placebo), ist es doch sehr erstaunlich, das alle Ätz-, Laser-, Eis- und Skalpellbehandlungen eine derart schlechte Erfolgsrate aufweisen. Es ist wirkungsvoller eine Dornwarze nur zum Schein zu behandeln als überhaupt etwas daran zu machen! Eingriffe schwächen mehr als sie nützen und die Heilung kommt immer von innen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Regeneration des betroffenen Gewebes, rein durch Entlastung (zB. Einlagen) oft die Grundlage für eine Heilung ist. Ganz abgesehen davon, dass es die Schmerzen sofort nimmt. Die Ansteckungsgefahr jedoch, scheint nur eine untergeordnete Rolle zu spielen, viel wichtiger ist, wie Du ja schreibst, der Zustand des Gewebes auf den der Virus trifft… Patric Hofer

Der Punkt mit den Einlagen erscheint mir besonders nützlich zu sein. Danke für diese Tipps.

Hast du schon mal Erfahrungen damit gemacht? Schreib einen Kommentar.

41 Kommentare
  1. Sonja sagte:

    Das ist schön dass es so eine Seite gibt wo man sich über Dornwarzen austauschen kann. Die Kommentare und Erfahrungen finde ich sehr lesenswert und spannend.

    Ich habe auch seit vielen Jahren Warzen an beiden Fußsohlen. Nachdem sie trotz tiefgreifender operativer Entfernung wiedergekommen sind, habe ich beschlossen nichts mehr dagegen zu unternehmen. Die Schmerzen beim Gehen sind allerdings heftig und in dem Zusammenhang habe ich eine Frage. Mir ist aufgefallen dass die Schmerzen sehr von meiner Stimmung abhängig sind. Wenn ich mich nicht gut fühle schmerzen auch die Warzen mehr als sonst. Als vor einiger Zeit mein Vater gestorben ist hatte ich solche Schmerzen dass ich trotz Schmerztabletten und gepolsterten Schuhen auf der Beerdigung kaum auftreten konnte und furchtbar gehumpelt habe, was natürlich allen aufgefallen ist und mir schrecklich peinlich war. Es kann auch passieren dass ich nachts von den schmerzenden Warzen geweckt werde. Kann mir jemand erklären woher das kommt? Mir ist schon klar dass die Psyche da eine Rolle spielt, aber die Verbindung zu den Warzen ist mir nicht klar. Vor allem frage ich mich wie das möglich ist dass sie von sich aus im Bett schmerzen ohne dass sie belastet werden. Hat da jemand eine Erklärung dafür?

    Beziehungsprobleme wegen den Warzen kenne ich auch und es ist sehr schwer sich von Schuldgefühlen frei zu machen wenn man selbst die Ursache ist. Ich weiß für mich nur dass mich keine zehn Pferde wieder in die Nähe eines Arztes bringen. Die Spritzen direkt in die Warzen, das viele Blut und danach wochenlang unvorstellbare Schmerzen gegen die keine Schmerzmittel ankommen und das alles wegen ein paar Warzen die zwar schmerzhaft aber letztlich doch harmlos sind. Auch wenn ich danach die Warzen losgeworden wäre, ich hätte jedem von einer Operation abgeraten.
    Nochmals ein Kompliment zu der Seite über Dornwarzen und der Möglichkeit sich hier unter Leidensgefährtinnen endlich einmal schamfrei mitteilen zu können! 🙂

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    • Gisela Schellbach sagte:

      Ich hatte mal eine Dornwarze,die mir in meinem stehenden Beruf viele Beschwerden machte,sie verschwand nach meiner Scheidung bis zum heutigen Tage,30 Jahre nicht wiedergekommen

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    • Ingrid Gerhard sagte:

      Liebe Birgit,
      unfassbar, was Dir immer zu diesen kleinen aber quälenden Themen einfällt! Da muss ich Dir gerade erzählen, was mir beim Lesen des Artikels passiert ist. Ich hatte seit einigen Monaten eine Warze an der rechten Hand, habe sie aber in Ruhe gelassen, außer immer mal wieder geknuddelt. Lese Deinen Artikel und denke, „musst doch mal nach Deiner Warze gucken!“ Und was staune ich: ich finde sie nicht mehr! Ist doch verrückt. Nicht dass ich denke, sie hätte sich während des Lesens aufgelöst, aber immerhin nett, dass sie es im Laufe der letzen Tage heimlich gemacht hat! Also danke für Deinen Artikel, sonst hätte ich das nicht mal bemerkt! Liebe Grüße von Ingrid

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      • Birgit sagte:

        Liebe Ingrid,
        das bringt mich zum Schmunzeln. Vielleicht hat der Artikel schon vorher gewirkt 🙂 so intensiv, wie ich mich damit beschäftigt habe…
        Alles Liebe
        Birgit

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    • Conny Jolitz sagte:

      Hallo Birgit

      Jetzt muss ich mich auch mal zu Wort melden. Jahrelang hatten mich diese kleinen fiesen Dinger im Griff. Eine Freundin sagte mir, ich solle es mal mit Thuja D12 versuchen. Täglich 5 Kügelchen und wenn es ganz arg ist, die Kügelchen zusätzlich auflösen und mit dem Wattestäbchen auftupfen.
      Was soll ich sagen, ch habe seit dem keine einzige Warze mehr bekommen.

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      • Birgit sagte:

        Liebe Conny,
        „im Griff haben“ das hört sich nach ziemlich wenig Bewegungsspielraum an. Schön, dass Homöopathie dir helfen konnte. So wie ich dich kennen gelernt habe, hast du das gedreht. Nun hast du alles im Griff 🙂 und auch ziemlich Freude daran.
        Alles Liebe
        Birgit

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    • Follygirl sagte:

      😀 ich find die Themen her hier klasse.
      Mit vielen Warzen kann ich allerdings nicht dienen.. ich hatte vor ewigen Zeiten mal welche (?), die hab ich mir raus gepult (tat ein bißchen weh :/ ).. dann waren sie weg und ich hab zum Glück keine weiteren Probleme damit.
      Allerdings hab ich meine Füße auch ganz doll lieb.. sie werden immer gut gepflegt und verwöhnt …und sie sind immer in ganz bequemem Schuhen unterwegs!
      LG, Petra

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      • Birgit sagte:

        Hallo Petra,
        Pulen – echt? Es freut mich, dass du so ein gutes Verhältnis zu deinen Lieben am anderen Ende deines Universums hast. Und das mit den bequemen Schuhen hab ich schon verstanden 😉 High Heels sind nichts für Follyfeet.
        Alles Liebe
        Birgit

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    • Sabienes sagte:

      Ich habe seit der Geburt meiner Kinder – also seit über 20 Jahren ein beiden Füßen eine Dornwarze. Eine verschwand von selbst wieder, die andere ist sehr hartnäckig. Ich habe alles, alles, alles was du beschreibst, probiert. Bis auf die Bananenschale. Geholfen hat gar nichts. Meine Heilpraktikerin sagt, dass man durchaus mal versuchen kann, Warzen zu entfernen. Wenn man Glück hat, kommen sie aber wieder, denn Warzen sind ein Ventil für den Körper.
      Ich lasse das Ding jetzt in Ruhe und rubbele mir lediglich alle paar Tage die überschüssige Hornhaut ab, damit sie nicht weh tut. Seitdem vertragen wir beide uns. Und irgendwann werde ich sie auch nicht mehr brauchen.
      LG Sabienes

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      • Birgit sagte:

        Liebe Sabienes,
        „wir beide vertragen uns“ und „rubbeln“ uns. Klingt so wie – nehmen, wie es kommt – und akzeptieren was da ist. Wenn du so klar kommst damit, dann kannst du auch schmerzfrei „drüber stehen“.
        Fußgrüße 🙂
        Birgit

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    • Heidi sagte:

      Grüße von mir, deren 5, 6 Dornwarzen sich nach ca. 3 Jahren von heute auf morgen verabschiedeten. Wie von Zauberhand.
      Und das in einer Zeit, wo sich irgendwas in meinem Leben gelöst hat, aber längst nicht in allem, was problematisch gewesen war, Ruhe eingekehrt war.
      Sprich, ich weiß nicht, was half – außer Geduld und Abwarten.
      Gras über die Sache(n) wachsen lassen.
      Hihi, Gras an den Fußsohlen, ein doch merkwürdiges Bild-)
      Viele Grüße… H

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      • Birgit sagte:

        Liebe Heidi,
        da drängt sich mir ein anderes Sprachbild auf: Geduld und Spucke. Das Wort „verabschieden“ finde ich in diesem Zusammenhang schön. Etwas geht, darf gehen. Wenn die Arbeit getan ist, warum sollen solche „Gäste“ länger bleiben als nötig – deshalb verziehen sie sich auch schon mal ziemlich plötzlich.
        Alles Liebe – Birgit

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          • Birgit sagte:

            Liebe Heidi,
            wir habe immer die Entscheidungsmöglichkeit, ob wir die Welt so oder so sehen wollen. Beides wirkt auf uns zurück. Ich finde, es lohnt sich, scheinbar schlechten Dingen lustvoll zu begegnen statt sie phantasielos einfach abzulehnen und zu bekämpfen.
            In diesem Sinne ein schönes Dancing-in-the-rain-Wochenende
            Birgit

    • Sven sagte:

      Die Dornwarze entstand wohl im Herbst, langsam und kaum merklich. Da hatte ich richtig großen Kummer über den Verlust einer Liebe – so heftig, dass eine Schwächung des Immunsystems erklärbar wäre.
      Anfang Dezember wurde sie lästig und schmerzhaft. Besprechen half nicht. Zum Schneiden war nicht die Zeit.
      Nach einem Silvester-Urlaub mit fast 200 km auf den Füßen entschloss ich mich heute, mir für mich und meinen Fuß Zeit zunehmen, öffneste sie unblutig und bestrich sie mit Teebaumöl. Zuguterletzt meinte ich, mich nach dem Sinn der Dornwarze erkundigen zu müssen – und gelangte hierher.
      Verborgener Zorn, eingekapselte Verbitterung: Genau meine Themen für dieses Jahr.
      Und dann die Erinnerung: Jedes meiner Kinder hat mir kurz nach mit der Zeugung eine Warze in der Handfläche geschenkt, und ich tat mich jedesmal sehr schwer, die zu entfernen.
      Gestern offenbarte mir meine Tochter, dass sie im 4. Monat schwanger ist.
      Entstehungszeit etwa gleich….
      Ich hoffe, mit Aufdecken, Annehmen und alle Gefühle in Licht und Liebe führen die Aufgaben der Warze verstanden zu haben. Wenn Ja: Danke. Du darfst gehen. Wenn Nein: Lass es mich bitte erkennen.

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      • Birgit sagte:

        Lieber Sven, danke, dass du deine Erfahrungen so offen mit uns teilst. Unser Körper schickt uns permanent Botschaften aber nur wenig davon kommt bei uns an. Weil wir auf der Leitung stehen, die „Vokabeln“ nicht kennen oder dies nicht wahrhaben wollen. Mit etwas Interesse bekommen wir jedoch oft recht schnell und überraschend Zugang und verstehen Zusammenhänge, die wir bislang manchmal aufwändig bekämpft haben. Dies ist auch ein Schritt von Selbstablehnung zur Selbstliebe.
        Alles Liebe und Grüße an die Füße – Birgit

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    • Martina sagte:

      Ich habe meine Dornwarzen seit über 25 Jahren. Sie sind mehrfach operiert wurden was eine unglaublich schmerzhafte und blutige Prozedur war. Danach sind die Warzen immer sofort wiedergekommen, jedesmal tiefer und schmerzhafter als zuvor. Ich habe sie unter beiden Füßen und muss flache Schuhe mit weichen Einlagen tragen, ohne die ich kaum noch gehen kann. Ich bin seit langem geschieden und ich erinnere mich dass die Warzen während der Scheidungsphase besonders stark geschmerzt haben. Auch spüre ich ich sie oft aus der Ruhe heraus während ich sitze oder im Bett liege. Es waren in der Regel dann immer Gedanken an etwas Unangenehmes bei denen die Warzen plötzlich heftig zu schmerzen begannen.

      Ich habe aber auch eine sehr positive Erfahrung mit meinen Warzen gemacht. Ich hatte vor nicht langer Zeit eine Beziehung zu einem Mann. Weil ich nicht die unschönen Bequemschuhe tragen wollte, habe ich zu einem Treffen Pumps mit niedrigen Absätzen getragen und nach kurzer Zeit solche Schmerzen bekommen dass ich sie nicht mehr verbergen konnte. Es war mir superpeinlich ihm gestehen zu müssen dass ich Warzen unter den Füßen habe. Noch schlimmer war es dann zuhause als ich die Füße hochlegte und er mich bat ihm meine Warzen zu zeigen. Sie haben ihn überhaupt nicht abgeschreckt, ganz im Gegenteil. Er begann meine Füße zu massieren und machte auch vor den Warzen nicht Halt. Das war ein wunderschönes Gefühl und als er sich dann nur auf die Warzen konzentrierte und sie an beiden Sohlen gleichzeitig streichelte und sanft drückte hat es mich unglaublich stark erregt. Das war kein Einzelfall und meine Dornwarzen waren von da an fester Bestandteil unseres Sexuallebens.
      Er sagte mir übrigens dass er schon mal eine Freundin mit einer großen Dornwarze hatte und dass sie sogar nur durch deren Streicheln zum Orgasmus gekommen ist. Unglaublich oder?

      Ich habe meine Warzen übrigens nach einer Vergewaltigung bekommen. Ich glaube heute nicht mehr dass das ein Zufall war. Wenn die Warzen unter den Füßen für unterdrückte Gefühle stehen dann gehört die Sexualität ja auch dazu. Aber bis vor kurzem wusste ich nicht dass sie auch eine extrem erogene Zone sind (wenigstens bei mir). Das macht sie mir bei all den starken Schmerzen dann doch irgendwie sympathisch.

      Das ist jetzt ein Roman geworden, aber vielleicht haben andere Frauen ähnliche Erfahrungen? Würde mich sehr interessieren!

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      • Birgit sagte:

        Liebe Martina,
        ich danke dir für deine Offenheit und dass du diese Erfahrung mit uns teilst. Was du berichtest ist sehr schlüssig. Dornwarzen sind nichts anderes als Wunden oder wenn man so will, Narben. Jede äußere Narbe entspricht einer Narbe unserer Seele – und natürlich: Wenn die Seele gestreichelt wird, kommen Empfindungen hoch. Das kann sich in Weinen, Schluchzen, Schreien oder Orgasmen zeigen. Ein Grund mehr, auf Dorn nicht mit Zorn, sondern mit Zärtlichkeit zu reagieren.
        Als weitere Anregung möchte ich dir meinen Artikel Narben entstörenNarben entstören“ empfehlen.
        Ich fühle mich beschenkt von deinem Kommentar. Alles Liebe – Birgit

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        • Martina sagte:

          Dankeschön, liebe Birgit! Ich würde Dornwarzen nicht mit Narben vergleichen. Narben sind ja totes Gewebe, Dornwarzen aber sind voller Nerven und besonders stark durchblutet. Das habe ich mir auch erst angelesen weil ich wissen wollte ob es für meine Reaktion eine Erklärung gibt oder ob mit mir was nicht stimmt.
          Ich kann aber bestätigen was du an Empfindungen erwähnst. Als mein Bekannter mit dem Streicheln und Massieren der Warzen begann spürte ich einen Kloß im Hals der sich dann löste und dann öffneten sich alle Schleusen. Das war eine Berührung an einem verborgenen Teil meiner Seele. Die erregenden Gefühle kamen erst als ich mich entspannen konnte. Zum Glück hat er sich viel Zeit genommen sodass ich diesen Genuss noch erleben konnte.
          Ich hätte nie gedacht dass meine Dornwarzen offenbar für mich von Bedeutung sind. Ich habe mich nicht weniger als viermal daran operieren lassen. Unvorstellbare Schmerzen, Wundkrater bis zu den Knochen und sie haben sich nicht vertreiben lassen. Ist das eine Botschaft? Ist es besser sie zu haben? Mein Körper hat jedenfalls viermal mit „ja“ gestimmt.
          Alles Liebe, Martina

          Antworten
    • Gabi sagte:

      Spannender Artikel. Endlich mal Hintergrundinformationen zu diesem Tabuthema die auch die Psyche erwähnen.
      Ich habe seit bald 30 Jahren Dornwarzen an den Fußsohlen und es gibt wohl nichts was ich nicht probiert hätte um sie loszuwerden. Sie wurden immer schmerzhafter und schließlich blieb nur die OP. Es war ein Blutbad und die Schmerzen danach die schlimmsten meines Lebens. Die Warzen sind alle wiedergekommen und seitdem habe ich sie nie wieder einem Arzt gezeigt (das ist jetzt mehr als 20 Jahre her). Die Schmerzen kann man keinem erklären der nicht selbst diese Warzen hat. Sie sind stark bis unerträglich, sogar im Sitzen habe ich pochende Schmerzen tief drin in den Füßen. Ich habe trotzdem nichts mehr gegen die Warzen unternommen weil es einfach keinen Sinn macht. Da muss es irgendwas geben weswegen sie sich wehren und sogar nach einer Radikal-OP bis an die Knochen wiedergekommen sind. Den Artikel über die Hintergründe der Dornwarzen finde ich darum total interessant und wichtig. Die Ärzte wollen immer nur operieren und machen damit alles schlimmer.
      Toll und mutig finde ich was die Martina über die erogenen Erfahrungen mit ihren Dornwarzen geschrieben hat. Ich habe mich noch am selben Abend in gleicher Weise mit meinen Warzen beschäftigt und bin aus dem Staunen nicht mehr rausgekommen. Das ist von einer Intensität die ich kaum je erlebt habe, absolut unglaublich! Wie gut dass ich nie aufgegeben habe über Dornwarzen zu googlen und dabei auf diese Seite gestoßen bin. Inzwischen möchte ich meine Dornwarzen nicht mehr missen. Ihre Schmerzen sind auch weniger geworden seit ich sie verwöhne, so komisch das klingt. Ich habe zum ersten mal seit der OP mich wieder getraut Schuhe mit Absätzen zu tragen und habe es aushalten können! Danke an dich Birgit und danke an Martina! Mein Leben mit den Warzen ist seitdem nicht mehr nur Frust und Leiden sondern zum ersten mal auch Freude.

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      • Birgit sagte:

        Liebe Gabi,
        DANKE!!! Wieder einmal zeigt sich: Es gibt kein Handicap, das nicht einen mindestens gleichwertigen Vorteil in sich birgt. Übrigens habe ich das Thema Dornwarzen und diese speziellen Erfahrungen auch in meinen „Fußlust, statt Fußfrust-Onlinekurs“ mit aufgenommen. Und ich werde auch weiterhin dranbleiben und mich diesem Thema mit Wissbegier, Neugierde und großer Leidenschaft widmen.
        Alles Liebe und Grüße an die Füße – Birgit

        Antworten
        • Gabi sagte:

          Hallo Birgit, wo kann ich diesen Onlinekurs finden? Ich interessier mich inzwischen sehr für Hintergrundinfos über Dornwarzen. Man findet nur schulmedizinisches im Netz und wie man sie entfernen kann (haha sag ich da nur!). Ich finde es toll dass du dich diesem Thema weiter widmen willst. Das wird ja wirklich sehr stiefmütterlich behandelt. Es gibt doch nirgendwo Hilfe für Menschen wie mich die seit 30 Jahren Dornwarzen haben und starke Schmerzen bei jedem Schritt aushalten müssen. Die ganzen Entfernungsempfehlungen haben bei mir alles nur noch schlimmer gemacht und ich bin es einfach leid mich weiter von Ärzten quälen zu lassen. Hilfe und Tipps für Patienten mit chronischen Dornwarzen wären einfach toll, nicht wie man sie los wird sondern wie man damit lebt. Damit mein ich auch psychisch denn das ist ein Riesenproblem.
          Ich bin natürlich total neugierig ob du Infos hast warum die Dornwarzen so unglaublich starke Erregung auslösen wenn man sie entsprechend berührt. Das scheint ja kein Einzelfall zu sein.
          Danke dass du dich mit dem Thema Dornwarzen so ernsthaft befasst! Da tust du bestimmt vielen Menschen Gutes!

          Antworten
          • Birgit sagte:

            Liebe Gabi,
            mein Ansatz ist ganzheitlich und „weiblich“. Ich habe durch meine eigenen Fußprobleme und durch Gespräche mit so vielen betroffenen Frauen erfahren dürfen, dass uns unser Körper nicht im Stich lässt, auch wenn uns das so vorkommt. Vielmehr lechzt er danach, richtig benutzt, gefordert und wertgeschätzt zu werden, das alles darf freudvoll sein. Wegen des Kurses schau mal hier: https://birgit-faschinger-reitsam.de/lp-fusslust-statt-fussfrust/
            Liebe Grüße – Birgit

    • Sven sagte:

      … also meine lange und bis zur Unerträglichkeit ignorierten Dornwarzen haben sich relativ schnell verflüchtigt, nach dem
      – ich mich liebevoll mit ihnen und meinen Füßen beschäftigt habe
      – ich allerlei aufmerksamkeit möglichen tiefer liegenden anspekten gewidmet habe
      – sei sehr kraftvoll besprochen wurden (nur 2 oder 3 mal).
      Seit mehr als einem Jahr sind sie weg und nichts erinnert mehr daran. Das kann auch nachteilig sein, weil die Dankbarkeit und die Aufmerksamkeit zu kurz kommen…
      Ich weiß nicht, ob man hier links setzen darf. Falls nicht: einfach löschen und mir nicht böse sein.Die Besprecherin findet man unter finde-deinen-weg.eu

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      • Birgit sagte:

        Großartig und vielen Dank, lieber Sven, dass du das mit uns teilst.
        …was ich sehr gut nachvollziehen kann ist „…nichts erinnert mehr daran. Das kann auch nachteilig sein, weil die Dankbarkeit und die Aufmerksamkeit zu kurz kommen…“. Schließlich waren sie ein deutliches „Vergissmeinnicht“, dich deinen PRO-blemen und Füßen zuzuwenden.
        Alles Liebe und Grüße an die Füße – Birgit

        Antworten
    • Carla sagte:

      Habe auch eine dicke Warze unterm Fuß, sehr tief und höllisch schmerzhaft. Da nichts hilft steht jetzt OP an. Bin dann doch sehr nervös geworden und hab nach Erfahrungen von anderen gegoogelt. Dann bin ich auf dieser Seite hängen geblieben. Martinas sexuelle Erlebnisse mit ihren Warzen haben mich neugierig gemacht auch einmal an meine Warze Hand anzulegen. Ergebnis: ein Feuerwerk wie ich es nie erlebt habe. Die Warze darf bleiben, ich habe die OP abgesagt.

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    • Gönül sagte:

      Sehr interessanter Bericht, auch die Kommentare sind lesenswert. Ich habe auch das Problem mit nur einer einzigen, dafür aber umso schmerzhafteren großen Warze. Ich habe aus Angst immer einen großen Bogen um Ärzte gemacht. Wegen meinem früheren Freund habe ich sie mir chirurgisch entfernen lassen. Die Operation übertraf noch meine Angstphantasien. Es war einfach barbarisch und die Schmerzen danach waren unvorstellbar. Nach einem Vierteljahr war die Warze wieder da, dafür war der Freund weg. Mein jetziger Freund liebt es meine Füße zu streicheln. Er ekelt sich aber vor der Warze und will ebenfalls dass ich sie mir entfernen lasse. Das will ich mir aber auf keinen Fall wieder antun, obwohl ich heftige Schmerzen beim Auftreten habe. Was kann ich tun? Die erotischen Erfahrungen von ein paar Frauen hier im Forum haben mich sehr überrascht. Ja, das fühlt sich deutlich nach „mehr“ an, keine Frage. Aber mein Freund würde sie niemals anfassen wollen, ganz im Gegenteil. Wir haben immer wieder Krach weil ich nicht mehr zum Arzt will und auch nicht so oft und lange modische Schuhe mit hohen Absätzen tragen kann die er so liebt. Habt ihr einen Rat?
      Die üblichen Warzenmittel haben übrigens bei mir absolut nichts gebracht ausser teilweise noch mehr Schmerzen. Ich habe wirklich viel probiert. Seit der Operation vor zwei Jahren will ich auch nichts mehr machen und versuche damit zu leben.

      Antworten
      • Birgit sagte:

        Liebe Gönül,
        danke dafür, dass du uns Einblick gewährst, nicht nur was die Dornwarzen angeht, sondern auch die Auswirkungen auf unser Selbstverständnis, auf Beziehungen und Sexualität. Auf vielfachen Wunsch werde ich mich diesem Thema weiter widmen und bin gerade im Gespräch, nicht nur mit betroffenen Frauen, sondern auch mit Menschen, die auf diesem Gebiet bewandert sind. Ich werde mich dazu, wenn ich neue Erkenntnisse habe in diesem Artikel und in meinen Onlinekurs „Fußlust – statt Fußfrust“, in dem ich mich auch dem Thema Dornwarzen gewidmet habe, äußern.
        Liebe Grüße – Birgit

        Antworten
        • Gönül sagte:

          Danke! Ja, das wäre wirklich interessant. Das klingt so harmlos und ist doch eine große Belastung. Es ist auch nichts womit man sich so ohne weiteres mit anderen austauscht. Mir fällt es jedenfalls sehr schwer, so schwer dass kaum jemand von meiner Warze weiß. Sie wird mich wohl noch sehr lange begleiten wenn kein Wunder geschieht und das ist leider ein großes Problem. Du scheinst ja nicht so stark darauf bedacht zu sein dass man die Warzen unbedingt entfernen muss, habe ich so den Eindruck. Das finde ich grundsätzlich nicht schlecht, aber wie lebt man damit wenn der Partner dagegen ist und sich ekelt? Wer hat recht?
          Gib mir bitte Bescheid wenn du über die Dornwarzen neue Informationen hast. Ich werde mit meiner leben müssen, darum brauche ich viel nicht-medizinische Hilfestellung.
          Nochmals danke!

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          • Birgit sagte:

            Liebe Gönül,
            wie versprochen, werde ich mich auf dieser Seite melden, wenn ich mehr dazu beitragen kann. Eines möchte ich noch richtig stellen: Ich gebe keine Empfehlungen, Dornwarzen nicht ärztlich behandeln, bzw. entfernen zu lassen. Es macht mich allerdings sehr nachdenklich, wenn ich von so vielen betroffenen Frauen erfahre, dass die Warzen nach einer operativen Entfernung oft und sogar noch schmerzhafter wieder kommen… Aber auch dazu werde ich weitere Informationen bekommen und hier teilen.
            Liebe Grüße – Birgit

    • Ursula sagte:

      Ich hatte als Jugendliche viele Warzen unter den Füßen. Sie haben mich eigentlich nicht sonderlich gestört, aber meine Mutter hat mich trotzdem gegen meinen Willen zum Hautarzt geschleppt. Weil er meinte die vielen Spritzen wären genauso schmerzhaft wie das Entfernen selbst hat er mir alle Warzen ohne Betäubung mit dem scharfen Löffel entfernt. Ich habe geschrien wie am Spieß und als ich hinterher das viele Blut sah bin ich umgekippt. Die Warzen sind nicht wiedergekommen aber ich habe noch heute an manchen Stellen Narben.
      Mit Mitte 30 bekam ich dann erneut Warzen, die aber dieses Mal richtig schmerzhaft wurden. Ich habe Ätzmittel, Hausmittel und vieles andere probiert, die Warzen haben sich davon nicht beeindrucken lassen. Die Hautärztin sagte mir dass sie zu tief seien und meinte dass man sie nur operativ entfernen kann. Nach meiner Erfahrung wollte ich das nicht und habe lange Jahre nichts unternommen. Weil ich die ständigen Schmerzen beim Auftreten aber irgendwann nicht mehr ausgehalten habe war ich erneut bei einer anderen Hautärztin und die sagte mir dass man heutzutage Warzen an den Fußsohlen nicht mehr operiert. Bei tiefen Warzen wie meinen würden die großen Wunden oft nicht heilen und die Wahrscheinlichkeit sei viel zu groß dass sie danach wiederkommen. Es wäre tatsächlich besser damit zu leben und die Schmerzen mit weichen Einlagen zu verringern.
      Ich war anfangs von ihrem Rat garnicht begeistert aber wenn ich hier lese was andere hinter sich haben muss ich ihr glaube ich dankbar sein.
      Dann habe ich eine Frage: Wie kommt es dass die Warzen an den Fußsohlen solche Gefühle auslösen können wie sie von einigen Frauen hier beschrieben werden? Sie sind ja sehr druckempfindlich, das stimmt, aber wie kommt es zu sexuellen Gefühlen? Ich kann mir die Verbindung nicht erklären. Die Warzen gehören davon abgesehen doch auch garnicht richtig zum Körper. Das würde mich doch schon interessieren.

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      • Gönül sagte:

        Das ist ja furchtbar was du schreibst. Der hat dir die Warzen rausoperiert ohne Betäubung? An was für einen Sadisten bist du denn da geraten! Ich hoffe für dich dass sie nicht so groß und tief waren. Aber barbarisch ist es trotzdem.

        Angst ist nicht immer ein schlechter Ratgeber und es war bestimmt richtig dass du mit den neuen Warzen eine weitere Operation abgelehnt hast. Ja, ich glaube auch dass du der Hautärztin dankbar sein kannst. Sie hat dir Schlimmes erspart. Ich bin dafür das beste Beispiel.

        Deine letzte Frage kann ich dir auch nicht beantworten. Das überrascht mich genauso wie dich. Eine Erklärung dafür würde mich auch sehr interessieren.

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        • Ursula sagte:

          Danke für dein Mitgefühl, das hätte ich mir damals gewünscht. Die Warzen waren nicht so groß und vor allem so tief wie meine jetzigen, etwa so groß wie eine Erbse. Aber ich hatte viele und danach richtige Löcher in den Sohlen die unheimlich geblutet haben. Die Schmerzen waren nicht auszuhalten. Es ist auch wirklich die Angst das nochmal zu erleben weswegen ich viele Jahre mit den späteren Warzen bei keinem Arzt war. Die sind ja ganz andere Warzen als ich sie früher hatte nämlich viel größer und tiefer und ich habe starke Schmerzen wenn ich darauf laufe. Bei dir haben ja auch die Spritzen nicht gewirkt, das will ich mir nicht antun. Vor allem kommen sie ja dann doch wieder.
          Schade dass du auch nicht mehr weißt über die anderen Empfindungen und woher sie kommen. Ich hatte gehofft da mehr drüber zu erfahren.

          Und lass dich von deinem Freund nicht unter Druck setzen. Der hat keine Ahnung wie schlimm die OP und die Zeit danach ist. Sag ihm dich gibt es nur mit Warze, fertig. Oder macht einen Kompromiss. Wenn er unbedingt will kannst du ja für ihn hohe Absätze tragen. Aber dann soll er dir auch die Füße danach verwöhnen, auch den mit der Warze.

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          • Birgit sagte:

            Ihr Lieben, ich hoffe, ihr habt euch im Fußletter angemeldet, darin halte ich euch auf dem Laufenden. <3

  2. Marion sagte:

    Ich habe an beiden Füßen eine große Warze genau in der Mitte vom Vorfuß. Wegen meinen Senk-Spreizfüßen sollte ich jetzt Einlagen bekommen, aber dafür müssen die Warzen entfernt werden. Ich war gestern zur Vorbesprechung beim Chirurg und der sagte mir dass ich wegen der Größe der Warzen danach mindestens drei Wochen ausfallen würde. Außerdem will er nicht beide Warzen auf einmal operieren damit ich mit dem anderen Fuß noch auftreten kann, also insgesamt sechs Wochen Ausfall. Das Schlimmste aber: ich muss damit rechnen dass die Warzen wiederkommen, das sei bei mindestens 50% der Fall.
    Jetzt habe ich hier die Erfahrungen anderer Frauen gelesen und bin doch sehr abgeschreckt von den Beschreibungen der schmerzhaften blutigen OPs. Vor allem aber dass die Warzen danach noch schmerzhafter wiedergekommen sind finde ich ganz furchtbar. Ich habe schon jetzt bei jedem Schritt enorme Schmerzen und Schuhe mit Absätzen kann ich leider nicht mehr tragen weil die Schmerzen wirklich unerträglich sind. Ich weiß darum nicht mehr wie ich mich entscheiden soll. Soll ich den Termin wieder absagen? Wie würdet ihr entscheiden?
    Danke im voraus für eure Kommentare!

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    • Gabi sagte:

      Ich kann gut nachvollziehen in welcher Zwickmühle du dich befindest. Furchtbare Schmerzen beim Gehen, jeder Schritt ist eine Qual und als Alternative eine OP deren Ausgang unsicher ist und die außerdem sehr schmerzhaft ist. Ich habe wie du Warzen an beiden Fußsohlen und das seit bald 30 Jahren. Ich kann nicht behaupten dass ich mich in den vielen Jahren an sie gewöhnt habe, dazu sind die Schmerzen viel zu stark und unterschiedlich. Die sind bei mir aber erst nach deren operativer Entfernung so schlimm geworden, vorher hatte ich natürlich auch Schmerzen, aber so schlimm wie seit dem war es nicht. Trotz jahrzehntelangem Leiden möchte ich dir trotzdem von einer Operation abraten. Es ist eine furchtbare Prozedur und du hast danach wirklich wochenlang sehr starke Schmerzen. Umso schlimmer ist es dann wenn die Qual umsonst war und die Warzen alle wiederkommen und das Gehen auf ihnen diesmal kaum noch möglich ist. Versuch lieber mit deinen Warzen zu leben und dich mit ihnen anzufreunden. Streichle sie wenn sie nach einem langen Tag furchtbar schmerzen, du wirst merken dass sie das gernhaben. Eine positive Einstellung zu ihnen hilft sehr die Schmerzen zu reduzieren. Das ist jedenfalls meine Erfahrung. Vielleicht reagieren sie ja bei dir auch so intensiv wie bei mir auf sanftes Streicheln und Kneten. Für mich war das eine überraschende und wertvolle Erfahrung.
      Ich hoffe dass du meinen Kommentar nicht zu spät liest und du mangels Reaktion schon operiert wurdest. Ich habe leider keine Benachrichtigung erhalten dass da zum Thema Dornwarzen neue Kommentare waren und bin nur durch Neugier auf deine Anfrage gestoßen- ich hoffe nicht zu spät!

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  3. Marion sagte:

    Danke für deine Warnung die jetzt doch zu spät kommt-leider! Die Warze unter dem rechten Fuß ist operiert worden und ich kann deine Erfahrung wirklich bestätigen. So schlimm habe ich es mir nicht vorgestellt. Trotz zwei schmerzhafter Spritzen direkt in die Warze hatte ich so starke Schmerzen dass zweimal nachgespritzt werden musste. Als ich danach das viele Blut gesehen habe ist mir schlecht geworden. Ganz schlimm wurde es aber dann zuhause als die Betäubung nachließ. Ich habe noch jetzt starke Schmerzen und muss Tramal nehmen damit ich überhaupt schlafen kann. Ob die OP erfolgreich war kann ich nicht sagen, die Wunde ist genäht worden. Aber selbst wenn, die Warze unter dem anderen Fuß werde ich mir nicht auch noch entfernen lassen, die eine Erfahrung hat mir gereicht. Ich habe eure Berichte teilweise für übertrieben gehalten, aber das waren sie wirklich nicht, sie waren absolut real. Ich schliesse mich euren Warnungen an Warzen an den Füßen operieren zu lassen. Das ist eine Grenzerfahrung auf die ich gerne verzichtet hätte.

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  4. Maren sagte:

    Ich plage mich auch seit vielen Jahren mit äußerst schmerzhaften Dornwarzen unter beiden Füßen herum. Ursprünglich waren es nur zwei an einem Fuß, die vom Hautarzt mit einem elektrischen Gerät das wie ein Lötkolben aussah verbrannt wurden. Den Geruch von verbranntem Fleisch werde ich nie vergessen und die Schmerzen danach waren unvorstellbar. Sie kamen beide wieder und am anderen Fuß, der für die Entlastung wichtig war, bekam ich dann auch drei Stück. Jeder Schritt schmerzt, teilweise ist es so schlimm, daß ich nach wenigen Metern aus dem Haus umkehren muß und heule. Gehunfähig wegen Warzen! Wem will man das erklären?
    Diese Seite hier finde ich gut und sehr wichtig. Ich fühle mich sehr isoliert mit dem Problem, was natürlich auch an mir liegt, denn ich versuche es geheimzuhalten. Es ist einfach schrecklich peinlich, Warzen an den Füßen zu haben, wenn man ansonsten auf einen gepflegten Eindruck Wert legt.
    Die teilweise sehr lesenswerten und überraschenden Kommentare haben mich doch neugierig gemacht, und so möchte ich fragen, ob es noch mehr Informationen über Dornwarzen gibt, die nicht schulmedizinisch sind und nur Therapien beinhalten? Für Tips, die Leidensgefährtinnen bzgl. der Schmerzbewältigung haben, wäre ich auch sehr dankbar.
    Herzliche Grüße!
    Maren

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  5. Siri sagte:

    Als Jugendliche hatte ich auch an beiden Füssen richtige Warzen-Nester. Ich war beim Hautarzt und wurde von da an ca. einmal pro Monat zu einer „Sitzung“ eingeladen, wo der Arzt mir in jede Warze eine Säure reingespritzt hat, und das jeweils an beiden Füssen. Es war furchtbar! Und danach konnte ich jeweils die darauffolgende Nacht nicht schlafen, weil sich die Säure reingeäzt hat und am Morgen danach konnte ich kaum gehen vor Schmerzen. Der Arzt hat mir dann zum Schluss noch gesagt, dass er dies keinem Mann hätte an beiden Füssen machen können, der wäre ihm vom Schragen gesprungen vor Schmerzen (dankeschön….:-(Die Warzen waren dann tatsächlich weg, sind aber nach ein paar Jahren wieder gekommen, ich lasse sie in Ruhe, sich schmerzen meistens nicht.
    Nun ist es leider so, dass neuerdings mein 10-jähriger Sohn ebenfalls ca. 20 Dornwarzen hat, ich könnte heulen, er tut mir sooo leid.
    Aber nachdem ich die Berichte hier gelesen habe, bin ich etwas versöhnlicher gestimmt: ich werde jetzt versuchen, den Warzen meines Sohnes mit Wohlwollen zu begegnen und sie zu streicheln, in der Hoffnung, dass sie bald verschwinden!

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